Nach vier Jahren sitzt der Gotthard-Raser im Gefängnis

Nach vier Jahren sitzt der Gotthard-Raser im Gefängnis

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Nach vier Jahren sitzt der Gotthard-Raser im Gefängnis. Deutsche Polizei holte Christian R. zu Hause ab.

Gut vier Jahre nach seiner gefährlichen Fahrt durch den Gotthard-Tunnel sitzt der Deutsche Christian R. (44) seit Dienstag im Gefängnis.
Dafür musste er von der Polizei abgeholt worden. Freiwillig wollte er nicht in den Knast.

Die Odyssee um den Gotthard-Raser Christian R.* (44) hat endlich ein Ende. Jetzt sitzt der 44-Jährige im Gefängnis. Freiwillig wollte er aber nicht gehen. Polizisten mussten den Gotthard-Raser am Dienstagmorgen an seinem Wohnort im Kreis Ludwigsburg (D) abholen. Das teilt die Staatsanwaltschaft Stuttgart heute mit.

Angeblich zu krank fürs Gefängnis
Eigentlich sollte Christian R. schon seit Anfang Juni hinter Gittern sein. Zuerst habe er sich kurzerhand selbst für krank erklärt, weshalb er nicht in den Knast habe wandern können. Danach habe R. laut Staatsanwaltschaft Stuttgart mehrere Aufforderungen ignoriert, sich endlich bei den Behörden zu melden.
Also musste die Polizei vorbeikommen und ihn abholen, damit er seine Strafe endlich absitzt. Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass Christian R. auf seiner Rüpelfahrt mit 200 km/h durch den Gotthardtunnel gerast war und dabei zehn andere Autos überholt hatte. «Ich bin durchgebolzt wie ein Affe!», kommentierte R. damals gegenüber BLICK seine Rüpelfahrt.

Gobbi: «Gut so!»
Dann folgte eine Verurteilung durch das Kantonsgericht Lugano TI. Ein Jahr sollte er ins Gefängnis. Doch R. hatte damals nur ein müdes Lächeln übrig für die Schweizer Justiz. «Das Urteil interessiert mich nicht!», sagte er zu BLICK nach dem Urteil. Diese Antwort dürfte sich nun geändert haben. Jetzt sitzt der Gotthard-Raser im Knast.
Der Tessiner Staatsrat Norman Gobbi sagt zu BLICK: «Jetzt schliesst sich der Kreis. Endlich. Ich bin froh, dass die Spielchen mit ärztlichen Attesten, mit denen Christian R. versucht hat, der Haftstrafe zu entgehen, keinen Erfolg hatten.» Gobbi sagt, dass er nichts anderes erwartet habe. «Gut so!»

Übrigens: Der BMW des Rasers wird weiterhin durch die Schweiz fahren. Anfang Oktober wurde der Sportwagen nämlich versteigert. Der glückliche Neu-Besitzer ist Andrea Escaleira (26) aus Cresciano TI. Der Tessiner versprach: «Rasen werde ich höchstens in Deutschland.»

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