Botschafter der Urschweiz

Botschafter der Urschweiz

Da Weltwoche – Alex Baur l Die Wahl des Lega-Politikers Norman Gobbi in den Bundesrat wäre ein Akt der Vernunft. Der Tessiner könnte die politische Verspannung im Land lösen. Allerdings müssten viele über ihren Schatten springen – im Tessin, in der SVP, in der Bundesversammlung.

Die Nomination von Norman Gobbi, 38, zurzeit Präsident der Tessiner Regierung, dürfte einige politische Schwergewichte südlich des Gotthards arg in Verlegenheit gebracht haben. Vom Sozialdemokraten Roberto Mala­crida über den Freisinnigen Giovanni Merlini und Gabriele Pinoja von der Volkspartei bis zum Christlichdemokraten Filippo Lombardi stellten sich zwar fast alle öffentlich hinter den Bundesratskandidaten der SVP. Alles ­andere wäre in der Tessiner Öffentlichkeit schlecht angekommen. Seit sechzehn Jahren wartet die italienischsprachige Schweiz auf ­einen Vertreter im Bundesrat. Der kürzlich mit Glanzresultat wiedergewählte Staatsrat Gobbi ist nicht nur beim Volk beliebt. Selbst seine politischen Gegner räumen ein, dass der Lega-Mann in der kantonalen Exekutive tadellose Arbeit leiste.

Was hinter den Kulissen gedacht und geredet wird, ist eine andere Geschichte. Da wäre zuerst ein ganz praktisches Problem: Einen Tessiner Bundesrat gibt es bestenfalls alle zwanzig Jahre – wenn Gobbi gewählt würde, das wissen seine Zeitgenossen, könnten sie ­ihre eigenen Ambitionen getrost begraben. Vor allem aber gehört Norman Gobbi einer Partei an, der Lega dei Ticinesi, die eigentlich gar keine Partei ist, die schon oft totgesagt wurde und trotzdem oder gerade deshalb seit einem Vierteljahrhundert von einem Wahl­erfolg zum nächsten eilt. Mit fast dreissig Prozent Wähleranteil ist die Lega heute die stärkste politische Kraft im Tessin. Ausgerechnet diese Bewegung, die dem politischen Es­ta­b­lish­ment partout auf der Nase herumtanzt, soll nun den nächsten Bundesrat stellen? Eine bittere Medizin.

Keiner wurde so gelöchert
In der deutschen Schweiz wittern derweil ­einige Polit-Auguren hinter Gobbis Lancierung ein bauernschlaues Ablenkungsmanöver der SVP, welches die Gemüter besänftigen und den Weg für den Zuger Thomas Aeschi freischaufeln soll. Doch das ist zu kurz gedacht. Namentlich SVP-Präsident Toni Brunner, der den Coup dem Vernehmen nach bereits nach den Wahlen einfädelte, meint es sehr ernst damit. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass sich die zwei Landeier aus dem Toggenburg beziehungsweise der Leventina persönlich bestens verstehen. Die beiden verkörpern nicht nur dieselbe Generation, sie ticken auch politisch zum Verwechseln ähnlich.

Die grössten Widerstände hatte der Tessiner vorab gleichwohl bei der SVP zu überwinden. «Keiner wurde bei den Hearings so gelöchert wie Gobbi», sagt einer, der dabei war. Man ­habe sich vor allem gefragt, ob der Lega-Mann nicht ein verkappter «Kantonalsozialist» sei. Denn in sozialen und wirtschaftlichen Fragen deckt sich das Programm der eher linken Lega nur bedingt mit jenem der SVP. Doch dem dreisprachigen Tessiner, der in der TV-­«Arena» locker bestehen könnte, gelang es, die Bedenken zu zerstreuen. Er schaffte die parteiin­terne Aus­marchung mit dem besten Resultat.

Das politische Umfeld erscheint gleichwohl alles andere als vorteilhaft für Gobbi. Doch 
das war bereits so, als er 1996 mit 19 Jahren ins Gemeindeparlament von Quinto gewählt wurde. Niemand gab der damals neuen Lega oberhalb des Monte Ceneri eine Chance. Sie trat mit bloss zwei Kandidaten an und eroberte vier Sitze. Und so ging es weiter: 1999 wurde Norman Gobbi überraschend ins Kantonsparlament gewählt, das er zehn Jahre später souverän präsidierte. 2010 gelang ihm der Sprung in den Nationalrat, wo er in der SVP-Fraktion poli­tisierte. 2011 folgte die Wahl in die Tessiner ­Regierung. ­Allen Warnungen zum Trotz fügte sich der Lega-Mann problemlos ins Kollegium ein und zeichnete sich schnell als zuverlässiger und dossiersicherer Pragmatiker aus.

Unterschätzter Bäckerssohn
Seine grösste Stärke ist vielleicht, dass man Gobbi stets unterschätzte. Als Bäckerssohn aus dem fernen Piotta bei Airolo hat man ­eigentlich keine Chance in der höheren Tessiner Poli­tik, wo alteingesessene Familien, gleich welcher Couleur, seit Menschengedenken die Pfründen unter sich aufteilen. Die Lega, die in den 1990er Jahren nach mehreren Korruptionsskandalen als Gegenbewegung zu diesem Establishment entstand, bot dem Provinzpolitiker Gobbi ­eine unverhoffte Chance. Der instinktsichere Lega-Häuptling Giuliano Bignasca erkannte sehr früh das Talent des ehrgeizigen Leventiners, der, wie er selber, aus einer freisinnigen Familie stammte. Damit hatte es sich allerdings bereits mit den Gemeinsamkeiten. Anders als der rotzfreche Bauhengst Bignasca war der Bergler Gobbi nie ein Mann grosser Worte. Doch Bignasca wusste nur zu gut, dass man oben in den Tälern nicht so hemdsärmlig politisieren konnte wie unten im urbanen ­Sottoceneri. Er liess Gobbi freie Hand.

Die ländliche Leventina ist ein karges Pflaster für einen aufgeweckten Jugendlichen. ­Aus­ser Eishockey gibt es da nicht viel. Die ­Begeisterung für den Heimklub Ambri bekam Norman mit der Muttermilch eingeflösst, doch allein schon aufgrund seiner körperlichen Konstitution schaffte es Gobbi auf dem Eis nie weiter als bis zum Schiedsrichter. ­Neben dem Militär, wo er es zum Offizier brachte, bot ihm die Politik eine Alternative.

Gobbis Ziel war allerdings ein ganz anderes, als er 1997 an der Universität in Zürich das ­Studium der Politikwissenschaften begann: Er wollte in den diplomatischen Dienst. Bis ihn 1999 die unverhoffte Wahl ins Kantonsparlament wieder ins Tessin zurückholte. Er wechselte in der Folge an die Universität in Lugano und schloss sein Studium in Kommunikation ab. Danach eröffnete er mit Partnern ein Beratungsbüro in der Leventina, das sich vor allem mit dem Tourismus befasste.

Wir treffen Gobbi zu einem kleinen Rundgang durch die schmucke Altstadt von Bellinzona. Jeder scheint ihn hier zu kennen, kaum einer geht vorbei, ohne zu grüssen. Das allein ist nicht aussergewöhnlich im kleinräumigen Ticino. Auffällig ist hingegen die Begeisterung, mit der seine Nomination für den Bundesrat hier gefeiert wird – und vor allem die schon fast mürrische Bescheidenheit, mit der Gobbi auf den Jubel reagiert. Gobbi ist nicht der Politiker, der das Bad in der Menge sucht, aber er scheut die Menschen auch nicht. Auf seine brummelige Art wirkt er ganz einfach authentisch.

Wenn einer als Teenager in die Politik einsteigt und bereits mit 38 Jahren auf das höchste Amt zusteuert, das in der Schweiz zu ver­geben ist, dann mag das auf den ersten Blick misstrauisch stimmen. Wie sehr muss sich ein Mensch verbiegen, um eine solche Karriere hinzukriegen? Sogar seine Ehefrau fand er über die Politik, aber nicht etwa im Plenarsaal oder in einer Parteizentrale, nein, Elena lei­tete das Bistro im Tessiner Parlament. Die ­Liaison ist irgendwie typisch für Gobbi: Bei ­allem ­Politisieren hat er die Bodenhaftung nie ver­loren. Er muss sich beim Volk nicht an­biedern, weil er einer aus dem Volk geblieben ist.

Tatsächlich konnte Gobbi nicht von einem Einzug in den Bundesrat träumen, als er der Lega beitrat. Auch wenn die Kandidatur in sich durchaus schlüssig ist: Wer sollte das Tessin besser vertreten als ein Vertreter der grössten politischen Bewegung, die auf nationaler Ebene seit 2003 in die SVP eingebunden ist?

Fauxpas auf dem Eis
«Lass dich wegen des Blicks nicht unterkriegen», bekommen wir bei unserem Rundgang durch Bellinzona mehrmals zu hören. Die «Neger-­Kampagne» des Boulevardblattes wurde im Tessin sehr wohl wahrgenommen, und sie kam sehr schlecht an. Vor bald zehn Jahren hatte Gobbi in der Hitze des Hockeyderbys ­Ambri–Lugano einen schwarzen Spieler als negro verspottet. Negro heisst auch auf Ita­lienisch nicht dasselbe wie nero (eine der Farben der bianconeri vom HC Lugano), was seine politischen Gegner genüsslich ausschlachteten. Gobbi hat sich schon tausendmal für den Fauxpas entschuldigt, zuallererst beim betroffenen Spieler, der die Sache locker nahm.

Der notorische Lega-Hasser und Ringier-­Promi Paolo Bernasconi – in der Deutschschweiz eine bekannte Grösse, in der Tessiner Politik ein Fliegengewicht – hat die uralte Geschichte effektvoll rezykliert. Nur: Für Bernasconi ist niemand wählbar, der rechts von ihm steht. Die Rassisten-Story zeigt letztlich vor ­allem eines: Wie wenig die deutsche Schweiz vom Tessin begreift – und wie bitter nötig es wäre, die italienische Schweiz wieder etwas ernster zu nehmen. Schon deshalb wäre es höchste Zeit für einen Tessiner Bundesrat.

Wenn die Tessiner der Masseneinwanderungsinitiative so massiv zustimmten, wie sie die Europäische Union ablehnen, hat das nichts mit hinterwäldlerischer Fremdenfeindlichkeit zu tun. Sondern mit der engen Nachbarschaft zu Italien, wo viele Probleme markant schärfer daherkommen als anderswo. Wenn beispielsweise über 60 000 Grenzgänger das Lohngefüge wie auch die Verkehrslage an den Rand des Kollapses bringen, helfen schöne Worte nicht weiter. Andererseits hatten die Tessiner bei aller Abgrenzung schon immer eine wichtige Brückenfunktion gegenüber Italien. Auch die Beziehungen zu Rom waren schon besser und bedürfen dringend ein wenig der Pflege.

Das lässt sich illustrieren an den Verhandlungen um das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Bern und Rom, die sinniger­weise in englischer Sprache geführt wurden. Als die Italiener die Verhandlungen unter­brachen, stellte die Tessiner Regierung auf Druck der Lega kurzerhand die Überweisung von Quellensteuern in die Lombardei ein. Das war wohl nicht ganz regelkonform, aber dennoch sehr erfolgreich. Anders als in Bern regte sich in Rom kein Mensch über den frechen Wink mit dem Zaunpfahl auf. Im Gegenteil, man nahm die svizzeri nun etwas ernster und setzte sich wieder mit ihnen an den Verhandlungstisch.

In seinem Büro referiert Norman Gobbi über die Tessiner Geschichte und das komplexe Verhältnis zur Schweiz. Der Mann in seinem Element, im Sekundentakt prasseln die historischen Figuren und Ereignisse auf den Zuhörer. Mit einfachen, aber präzisen Sätzen erklärt er, warum das seit über 500 Jahren an die Eidgenossenschaft gebundene Tessin nicht bloss ein Wurmfortsatz dieses Landes ist, sondern ein historisch gewachsenes, zentrales Element im Ausgleich zwischen der Romandie und der Deutschschweiz, zwischen Nord und Süd.

Im historischen Exkurs blitzen auch immer wieder Gobbis eigene Wurzeln durch: die ­eines Urschweizers, eines Nachkommen von Sennen, Säumern, Händlern und Festungswächtern am Gotthard, der Wiege der Eidgenossenschaft. Auch das gehört zum Tessin.

Gobbi ist kein Politiker der grossen Würfe. Die Neuerungen etwa beim Handelsregister oder bei der Polizei unter seiner Regie waren unspektakulär, bei der Justizreform harzt es. Auf die Frage, was seiner Ansicht nach seine grösste Leistung sei, nennt Gobbi die Personalpolitik, etwa bei der Evaluation des neuen Polizeikommandanten. Anders als in der ­Tessiner Politik üblich habe er sein Personal strikt nach fachlichen Kriterien und ohne Rücksicht auf parteipolitische Herkunft und Seilschaften ausgewählt. Eine Haltung, wie man sie sich auch für einen Bundesrat wünschen würde.

Ganz einfach authentisch: Politiker Gobbi.(Bild: Pius Koller (imago))

Gobbi: «Sono un costruttore di ponti»

Gobbi: «Sono un costruttore di ponti»

Da Corriere del Ticino, Giovanni Galli l Il ticket. Il presidente del Governo ticinese figura fra i tre candidati ufficiali dell’UDC per il Consiglio federale Con lui Thomas Aeschi e Guy Parmelin – Il capogruppo Amstutz: «Questo non è un esercizio alibi»

Quando Christoph Blocher, a lavori ancora in corso, si è presentato in Tv per dire che Gobbi era «un eccellente candidato», si è intuito che per il ticinese la candidatura ufficiale al Consiglio federale era cosa fatta. Il protrarsi della riunione del gruppo parlamentare poteva far supporre che fossero insorte complicazioni sulla strategia elettorale e sui nomi da sottoporre all’Assemblea federale il 9 dicembre, ma alla fine la decisione di principio di presentare un tricket con esponenti delle tre regioni linguistiche è stata confermata. I parlamentari UDC hanno scelto Norman Gobbi, lo zughese Thomas Aeschi e il vodese Guy Parmelin. «È un segno di riconoscimento al Ticino per il suo ruolo di coesione fra tutte le regioni», ha detto Gobbi. «Come rappresentante di una minoranza linguistica potrò costruire dei ponti sopra il Röstigraben ma anche sopra il Polentagraben. E verso i nostri Paesi vicini». Il capogruppo Adrian Amstutz ha relativizzato la questione della provenienza leghista di Gobbi. «Anche se è solo da poco membro del nostro partito, su molti punti la Lega e l’UDC la pensano allo stesso modo», ha spiegato, aggiungendo che alle Camere federali la Lega è parte integrante del gruppo democentrista. Si è pure detto convinto che i prescelti abbiano le capacità di lavorare in maniera collegiale qualora venissero eletti in Consiglio federale.

Si è votato separatamente per singola regione linguistica. Gobbi non aveva concorrenti ma ha subito strappato un largo consenso, ottenendo 72 voti su 81 al primo scrutinio. Per designare il candidato romando si sono rese necessarie due tornate: Parmelin è stato preferito ad Oskar Freysinger con 48 voti contro 29. Ancora più combattuta la scelta del candidato svizzero tedesco, con Aeschi che ha ottenuto l’investitura al quinto scrutinio dopo un testa a testa con il grigionese Heinz Brand (44 a 37). Sono state «respinte chiaramente», ha detto il capogruppo Adrian Amstutz, altre due ipotesi: quella di presentare un italofono e due svizzerotedeschi e quella di sottoporre al Parlamento quattro candidature: un ticinese, un romando e due svizzerotedeschi. «Se avessimo candidato due svizzerotedeschi sarebbe stata la fine per gli altri due pretendenti», ha poi spiegato il presidente Toni Brunner. L’UDC inoltre si è cautelata contro eventuali tentativi degli altri gruppi di opporre candidature alternative. Tutti gli esclusi (Heinz Brand, Thomas Hurter, Hannes Germann, Oskar Freysinger e Res Schmid) hanno detto che non accetteranno mai l’elezione. Non dovrebbe quindi rendersi necessaria la clausola statutaria che prevede l’espulsione di chi accetta l’elezione senza essere candidato ufficiale.

Norman Gobbi, un véhicule politique «tout terrain» 

Norman Gobbi, un véhicule politique «tout terrain» 

Da 20 minutes l Ce membre de la Lega pourrait désormais devenir le premier Conseil fédéral de Suisse italienne depuis 1999, comme candidat de l’UDC.

Norman Gobbi, qui a grandi en Léventine, a gagné tôt déjà ses premiers galons politiques. A 18 ans, il entre dans la Lega, ce mouvement qui a totalement chamboulé les rapports de force politiques au Tessin depuis sa création. Trois ans plus tard, il entre au Grand Conseil. A 32 ans, il devient l’un des plus jeunes présidents du parlement tessinois dans l’histoire du canton.

Norman Gobbi est marié et père de deux enfants. Titulaire d’une licence en communication de l’Université de la Suisse italienne, il a travaillé comme conseiller en communication et marketing.

Les rouages de la Berne fédérale, Norman Gobbi les connaît par sa brève expérience de conseiller national: en 2010, il succède à la Chambre du peuple à Attilio Bignasca, le frère du fondateur de la Lega Giuliano Bignasca. Après une année seulement, il quitte le Conseil national, car il parvient, en 2011, à emporter un 2e siège au gouvernement tessinois pour le compte de la Lega.

Le dossier de la sécurité

Au Conseil d’Etat tessinois, il est depuis en charge du Département de la sécurité. Début 2015, il accède à la présidence du gouvernement. Il profite de cette fonction pour se faire entendre au niveau national. En avril, son département a décrété une mesure exigeant des frontaliers italiens et demandeurs d’un permis de séjour B au Tessin de produire un extrait du casier judiciaire.

Le Secrétariat d’Etat aux migrations (SEM) lui a alors signalé que cette pratique est illégale, car contraire à l’accord bilatéral sur la libre circulation et au droit européen. Norman Gobbi n’a pas changé d’un pouce sa position, encore confortée en septembre par le Parlement tessinois.

L’affaire des extraits de casier judiciaire a valu à l’ambassadeur de Suisse à Rome d’être convoqué au ministère italien des affaires étrangères pour s’expliquer. Ce litige a également des répercussions sur l’accord sur les frontaliers entre la Suisse et l’Italie, qui n’a pas encore pu être conclu.

Fermeture des frontières tessinoises

Norman Gobbi s’est également montré très ferme en juin face aux flux migratoires, lorsqu’il a exigé la fermeture de la frontière tessinoise.

A l’Expo de Milan, il a en revanche endossé ses habits d’homme d’Etat: il y a prononcé un discours à l’occasion de la journée du Tessin, alors que son parti avait lancé un référendum contre la participation du canton à l’exposition universelle.

Dans une interview parue lundi dans le «Corriere del Ticino», le président de l’UDC Toni Brunner atteste une grande collégialité à Norman Gobbi. Selon lui, le Tessinois «a toutes les cartes en main» pour accéder au Conseil fédéral. De plus, la constellation actuelle est particulièrement favorable à une candidature tessinoise, estime Toni Brunner, vu l’absence depuis seize ans d’un membre italophone au gouvernement.
(nxp/ats)

http://www.20min.ch/ro/news/suisse/story/Norman-Gobbi–un-vehicule-politique–tout-terrain–26635130

“Pronto a spostare massi”

“Pronto a spostare massi”

Da CDT.CH -di Gianni Righinetti l Gobbi a tutto campo sulla corsa al Consiglio federale: “Nell’incontro con Brunner abbiamo parlato in Schwiizerdütsch”

IRAGNA – È un Norman Gobbi rillassato, in formato domenicale, quelllo che il Corriere del Ticino ha incontrato ieri a margine di un pranzo familiare. Ma comunque determinato a non lasciare nulla al caso. Perché lui, in Consiglio federale ci vuole andare.

Il presidente dell’UDC Toni Brunner vorrebbe un ticket a tre per la corsa al Consiglio federale. Segno che al Ticino e alla sua candidatura tiene in maniera particolare?

«Indubbiamente il suo messaggio è positivo e forte. L’UDC riconosce l’importanza e la recettività del Cantone alla propria politica nazionale. La Lega è un partito cantonale e locale, l’UDC è il primo partito nazionale. Facendo un paragone con l’hockey, è un po’ come passare da un Farm team alla NHL».

Con Brunner stato un incontro formale o informale?

«Per rendere l’idea abbiamo parlato tutto il tempo lo Schwiizerdütsch. Entrambi siamo persone alla mano che sanno declinarsi in maniera istituzionale, ma anche goliardica. Sa, spesso mi dico che in politica troppi si prendono eccessivamente sul serio».

Ha già costituito un team di consiglieri e strateghi?

«Ho un team di supporto formato da ticinesi, ma anche da altre persone attive oltre San Gottardo».

Sabato, quando ha ufficializzato il suo sì, ha picchiato duro con i sui temi di battaglia. In particolare in materia di immigrazione ha ricordato che sull’idea di chiudere le frontiere «i fatti mi stanno dando ragione». Insomma, la candidatura non appiattirà la sua linea politica?

«La mediazione e la discussione sono strumenti di lavoro in qualsiasi esecutivo. Alla fine si tratta di raggiungere degli obiettivi. È ora di far capire al resto della Svizzera che il Ticino è un laboratorio, un precursore delle problematiche che poi toccano tutto il paese. Anche per questo sono convinto che sia arrivato il momento di avere un ticinese in Consiglio federale. Infatti quello che ho detto io in giugno sull’immigrazione, si sta concretizzando ora lungo la valle del Reno».

Ha quindi deciso di rimanere un «politico coraggioso» e di non annacquare un po’ il proprio vino?

«Il vino annacquato non mi piace. Dovessi venir proposto all’assemblea federale sul ticket UDC, dovrò convincere le altre frazioni della validità della mia chiara linea politica e del mio modo di lavorare in un esecutivo. Quello che dico è suffragato dai fatti. Sul casellario giudiziario 12.000 ticinesi hanno spontaneamente firmato una petizione a favore della misura da me introdotta. Dico che dobbiamo toglierci un po’ l’atteggiamento di sottomissione che talvolta impera a livello federale».

La sua discesa in campo ha provocato la reazione di Paolo Bernasconi e il sito BelTicino è uscito dal letargo. Anche il presidente ad interim del PS Carlo Lepori si è manifestato parlando di «candidatura scherzo» pro Battista Ghiggia. Come replica?

«Il candidato del PS Roberto Malacrida ha detto che in caso di sua elezione agli Stati mi voterebbe. Come ho detto più volte sono sempre stato a favore della libertà di opinione. Non intendo raccogliere inutili provocazioni. Io so ridere e scherzare, ma anche fare sul serio. Questa è una battaglia per tutto il Ticino. È un fatto storico: mai il nostro cantone ha lanciato nella corsa il presidente del Consiglio di Stato. C’è una grande energia e voglia del Ticino di tornare ad esserci e io sono pronto».

http://www.cdt.ch/ticino/cantone/142671/pronto-a-spostare-massi

Bundesratswahl: SVP-Chef schlägt Dreierticket vor

Bundesratswahl: SVP-Chef schlägt Dreierticket vor

Da SRF.CH l SVP-Parteipräsident Toni Brunner begrüsst die Nomination des Lega-Politikers Norman Gobbi für die Bundesratswahlen ausdrücklich. Der Tessiner Staatsratspräsident politisiere voll und ganz auf SVP-Linie.
Brunner will nun mit drei Kandidaten zur Wahl antreten. Weil die SVP als nationale Partei in allen Sprachregionen vertreten sei, «wäre es sinnvoll, der Bundesversammlung ein Dreierticket vorzuschlagen, mit je einem Kandidaten aus jeder Sprachregion», sagte der SVP-Chef der «SonntagsZeitung». Diese Idee gefalle ihm.

«Starkes Zeichen» aus dem Tessin

Die Kandidatur von Lega-Mann Gobbi, der am Samstag von der SVP Tessin offiziell nominiert wurde, macht laut Brunner Sinn: «Norman Gobbi war als Nationalrat in unserer Fraktion, und ich weiss, dass er keine einzige seiner Positionen aufgeben müsste, um unsere Partei im Bundesrat zu vertreten.» Wenn er es auf das Kandidatenticket schaffe, seien seine Wahlchancen «mehr als nur intakt».

Eine Kandidatur aus dem Tessin wertet Brunner als «starkes Zeichen»: Auch im Tessin wachse die SVP immer mehr. Und der Kanton sei sei vielen Jahren nicht mehr im Bundesrat vertreten.

SVP-Präsident des Kantons Tessin Gabriele Pinoja zusammen mit Lega-Mann Norman Gobbi an der Pressekonferenz zur Nominierung des Bundesratskandidaten.
Aus zwei Parteien aber einig: Gabriele Pinoja, Tessiner SVP-Präsident (links) und Lega-Politiker Norman Gobbi (rechts). Keystone

«Fusion wäre begrüssenswert»

SVP und Lega seien «eng verbunden», sagte Brunner weiter. Die beiden Parteien arbeiten schon länger zusammen, er würde eine Fusion begrüssen. Auf nationaler Ebene ist die Lega seit 2003 Teil der SVP-Fraktion.

Gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» hat der SVP-Parteipräsident den Tessiner Lega-Vertreter persönlich getroffen, um ihn von einer Kandidatur zu überzeugen. Das sagte Gobbi in einem Interview. «Wir wollten sicher sein, dass meine Kandidatur für die SVP Schweiz gemäss ihren Statuten und des Selektionsverfahrens korrekt und politisch vertretbar ist.»

In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» schloss Brunner zudem erneut eine eigene Kandidatur definitiv aus. Auch Peter Spuhler stehe nicht zur Verfügung. Das Amt als Parteipräsident will Brunner aber behalten.

Brunner: “Gobbi è sulla linea dell’UDC”

Brunner: “Gobbi è sulla linea dell’UDC”

Da CDT.CH l Il presidente dell’UDC svizzera Toni Brunner accoglie con favore la candidatura di Norman Gobbi al Consiglio federale. Il partito, il nove dicembre, potrebbe presentare al parlamento una rosa di tre nomi, uno per regione linguistica.

“Accolgo con favore la candidatura di Gobbi, che si situa pienamente sulla linea politica dell’UDC”, afferma Toni Brunner in un’intervista alla “Sonntagszeitung”. “Lo dimostra la sua attività come consigliere di Stato, dove tra l’altro rivendica da tempo controlli alle frontiere”. Nella veste di consigliere nazionale Gobbi era inoltre membro del gruppo parlamentare UDC.

La candidatura ticinese, secondo Brunner, è un “segnale forte” e la “sostengo apertamente”, senza contare che il Ticino non è più rappresentato in Consiglio federale da molto tempo.

“Siamo un partito nazionale, presente in tutte le regioni, e sarebbe ragionevole proporre all’assemblea federale un triplice ticket, con candidati delle tre maggiori aree linguistiche. Questa idea mi piace molto”. Quanto alle reali possibilità di successo di Gobbi, Toni Brunner si mostra ottimista: “se riesce a entrare nel ticket” ce la può fare.

Oltre a Gobbi sono diversi i nomi che ricorrono più spesso nella corsa per il seggio lasciato vacante da Eveline Widmer-Schlumpf: si tratta dei consiglieri nazionali Albert Rösti (BE), Thomas Hurter (SH), Hansjörg Knecht (AG) e Heinz Brand (GR) e del “senatore” Hannes Germann (SH). Sul fronte della Svizzera romanda in prima linea vi è il consigliere nazionale Guy Parmelin (VD).

Le sezioni cantonali dell’UDC hanno tempo fino al 13 novembre per sottoporre le rispettive proposte alla commissione di selezione: spetterà poi al gruppo parlamentare UDC designare, una settimana più tardi, i candidati ufficiali al Consiglio federale.

Un sondaggio pubblicato oggi dal “SonntagsBlick” mostra intanto che gli svizzeri sono favorevoli a una doppia rappresentanza UDC in governo: il 61% degli interrogati giudica infatti questa opzione giustificata.

Gobbi: “Una scalata impegnativa”

Gobbi: “Una scalata impegnativa”

Da CDT.CH l È stata ufficializzata la candidatura ticinese al Consiglio federale – Attilio Bignasca: “È un treno che non possiamo farci sfuggire” – Battista Ghiggia: “È una corsa di tutti i ticinesi”

Il segreto (di Pulcinella) è stato svelato oggi pomeriggio a Bellinzona: Norman Gobbi correrà per il Consiglio federale. L’UDC svizzero ritiene che ci sia posto anche per un candidato ticinese nella corsa per la posizione al seggio lasciato libero da Eveline Widmer-Schlumpf, un Ticino che ormai da sedici anni non è più rappresentato in Governo. Il presidente UDC ticinese Gabriele Pinoja ha spiegato la genesi della candidatura Gobbi: “La sua candidatura è stata sostenuta da ambienti economici importanti del nostro Cantone. L’abbiamo proposta al nostro ufficio presidenziale e poi alla direttiva dell’UDC Ticino, che con un solo voto contrario e tredici a favore ha ratificato la candidatura, che è ora sul tavolo dell’UDC nazionale. Gobbi ha aderito all’UDC Ticino senza uscire dalla Lega. È un candidato dell’area UDC-Lega che rappresenta, per molti aspetti, il profilo ideale in vista del 9 dicembre prossimo: è conosciuto a Berna, dove ha molti estimatori e molti contatti, parla perfettamente le lingue nazionali ed è un alto graduato del nostro esercito”.

Attilio Bignasca, coordinatore della Lega, dice che questo è un momento storico: “È una candidatura forte quella di Gobbi, contiamo sull’aiuto di tutti per riuscire a far tornare il Ticino in Consiglio federale. È un treno che non possiamo farci sfuggire, se non dovessimo riuscire ad entrare in Governo questa volta potremmo dover aspettare ancora a lungo”.

Roberta Pantani, Consigliera nazionale leghista, ha affermato che quello di una candidatura al Consiglio federale è un treno che in Ticino passa solo ogni 30 anni: “Norman Gobbi è la persona giusta”.

Il neoeletto per l’UDC Marco Chiesa ha pure confermato il suo sostegno incondizionato alla candidatura di Gobbi.

“È una corsa di tutti i ticinesi, non della Lega e dell’UDC” ha aggiunto Battista Ghiggia, candidato al Consiglio degli Stati.

E poi finalmente ecco le attese dichiarazioni di Norman Gobbi davanti ad una folta platea entusiasta: “Sono grato all’UDC per aver pensato a me. Dal 2003 lavoriamo insieme a Berna noi della Lega e l’UDC, quindi a livello nazionale non c’è nessuna divisione”.

“Dopo lunga riflessione – ha aggiunto Gobbi – ho deciso di accettare la proposta di candidarmi all’UDC nazionale per correre. Ma è una scalata impegnativa, a partire dalla candidatura che dovrà essere esaminata inizialmente dalla commissione cerca dell’Unione Democratica di Centro. Sento di essere pronto per questa corsa, dopo vent’anni di politica attiva e l’esperienza come consigliere nazionale a Berna. Vent’anni sono tanti, a pensarci mi vengono i brividi”.

Gobbi ha ricordato di essere un profondo federalista e di voler affrontare la sfida difendendo il principio della sovranità e del federalismo: “Sento grande entusiasmo nel Paese per questa candidatura”.

Ma Gobbi ha ricevuto rassicurazioni da Toni Brunner su un eventuale ticket il 9 dicembre prossimo? “No, non è stato tema di discussione con Brunner: sarà dapprima la commissione cerca e poi il gruppo parlamentare a decidere su un ticket”.

Ma Gobbi di che partito affermerà di essere d’ora in poi? “Da domani sono un candidato dell’UDC al Consiglio federale e un Consigliere di Stato della Lega”.

Quindi si potrebbe d’ora in poi dire che l’UDC da oggi è rappresentato nel Governo ticinese grazie a Gobbi. A rispondere è stato il presidente Pinoja: “Formalmente noi ad aprile non siamo stati eletti quindi no, non siamo in Governo. In ogni caso collaboriamo bene da sempre con Gobbi”.

Le prossime tappe
13 novembre

Le sezioni cantonali dell’UDC hanno tempo fino a venerdì prossimo per presentare le proprie proposte. I possibili candidati vengono passati al setaccio dalla commissione cerca per assicurarsi che non nascondano scheletri nell’armadio (nel 2011 Bruno Zuppiger aveva dovuto ritirarsi in seguito a rivelazioni su scorrettezze fiscali).

20 novembre

Il gruppo UDC alle Camere federali (compresi i due leghisti e l’esponente del Mouvement citoyens genevois) interrogheranno gli aspiranti candidati, selezionandone con ogni probabilità due che diventeranno i candidati ufficiali (è possibile che si tratterà di uno svizzero-tedesco e di un latino).

Dicembre

Durante la prima settimana della sessione estiva gli altri partiti interrogheranno i candidati, decidendo poi la strategia da seguire il 9 dicembre, giorno in cui saranno eletti 7 consiglieri federali (i 6 uscenti che dovrebbero essere confermati e un volto nuovo).

Di Paride Pelli, foto A. Crinari

http://www.cdt.ch/ticino/bellinzona/142617/gobbi-una-scalata-impegnativa

“Pronto per la sfida”

“Pronto per la sfida”

Da RSI.CH l La candidatura di Norman Gobbi al Consiglio federale presentata ufficialmente sabato a Bellinzona

“La salita inizia ora ma sono pronto per la sfida”. Sono le parole di Norman Gobbi, che oggi sabato a Bellinzona ha confermato di aver accettato la sua candidatura in Consiglio federale da parte della sezione ticinese dell’Unione democratica di centro.

“I vertici nazionali ci hanno sollecitato più volte a presentare un candidato ticinese”, ha da parte sua spiegato il presidente cantonale Gabriele Pinoja davanti a numerosi giornalisti, aggiungendo che l’idea di proporre il ministro leghista è nata da alcuni ambienti politici ed economici locali. Il messaggio è poi stato portato al presidente nazionale Toni Brunner, che ha dato il suo assenso. La candidatura del capo del Dipartimento delle istituzioni e presidente del Consiglio di Stato è poi stata avallata dalla direttiva cantonale.

“Il treno che porta in Governo a Berna un ticinese passa ogni 30 anni”, ha affermato invece il coordinatore leghista Attilio Bignasca. “Dobbiamo essere uniti”, ha aggiunto.

“La distinzione fra Lega e UDC a livello nazionale non esiste”, ha aggiunto Gobbi, che pur avendo preso la tessera del partito continuerà a militare nelle file del movimento di Via Monte Boglia. “Abbiamo gli stessi valori”, ha aggiunto, citando come esempio la difesa della sovranità e di una Svizzera confrontata alla pressione migratoria in costante aumento.

http://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/Pronto-per-la-sfida-6384286.html